Datenvernichtung

Wenn man es genau nimmt: Die Datenvernichtung als solches gibt es eigentlich in der fachlichen Definition nicht. Es können nicht die Daten als solches vernichtet werden, sondern nur die Datenträger auf denen die Daten gespeichert sind.

Der richtige Begriff wäre eigentlich die Datenträgervernichtung.


Unter Datenträgervernichtung versteht man Verfahren, mit denen Datenträger so behandelt werden, dass eine Rekonstruktion der ursprünglich darauf enthaltenen Daten hochgradig unwahrscheinlich bzw. praktisch ausgeschlossen ist. In dieser Hinsicht kann Datenträgervernichtung als Bestandteil des Datenschutzes aufgefasst werden.

Im Wesentlichen lassen sich folgende Anwendungsfälle unterscheiden:

  • Die physische bzw. mechanische Vernichtung des Datenträgers (z. B. durch Shreddern), sowohl von konventionellen, nichtelektronischen Unterlagen, wie Karteien, Computer-Listen, Formulare und Akten jeglicher Art, als auch sämtlicher elektronischer Datenträger, wie: Festplatten, Magnetbänder, USB-Sticks, CDs, DVDs, Disketten, etc..

  • Bei digitalen Speichermedien die softwaretechnische Datenlöschung der Daten, um den ursprünglichen Inhalt gelöschter Dateien technisch nicht mehr rekonstruieren zu können. Dies wird in der Informationstechnik auch als sicheres Löschen oder physisches Löschen bezeichnet.

  • Bei der Datenträger vernichtung sind je nach Art der Daten in der Regel bestimmte Vorschriften zu beachten, zum Beispiel das Bundesdatenschutzgesetz oder vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erlassene Regeln oder DIN-Normen, wie die DIN 66399 oder DIN 15713.